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Bildgestaltung, Locations und alle kreativen Aspekte der Fotografie

Moderator: ft-team

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Gast

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Beitrag von Gast » Mi Nov 30, 2011 10:49 am

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Cano
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Re: Lomographie

Beitrag von Cano » Mi Nov 30, 2011 1:57 pm

plaetzchenwolf hat geschrieben:Mein alter fotografischer Traum nimmt seinen Anfang im " Moblog ", die ersten Bilder sind schon da,
diesen werden nach und nach noch viele folgen.
Dein fotografischer Traum sieht für mich eher nach fotografischem Albtraum aus.

Und wieso ist es ein alter fotografischer Traum, der erst jetzt Wahrheit zu werden droht?
Solche Bilder hätte ich schon machen können, als ich noch in die Windeln geschissen habe. Die Realisation ist damals allein daran gescheitert, daß mir meine Eltern wohlweislich keine Kamera in die Hand gedrückt haben.

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fotoart
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Beitrag von fotoart » Mi Nov 30, 2011 2:28 pm

Pöbeln von armseligen Wichten war bei diesem Thread zu erwarten, die Lomographie ist eher eine Opposition zum gemütlichen gutbürgerlichen Fotosinn.
@ plaetzchenwolf, Deine Beispiele für Lomographie fallen so harmlos aus, sie sind viel zu brav und somit leicht zu verwechseln.
Das wird unter Lomographie verstanden:
Die Lomo LCA ist ein Fotoapparat.
Oder zumindest das, was man im Rußland der Sechziger darunter verstand.Soweit herrscht Einigkeit. Wer aber glaubt, Lomographie hätte irgend etwas mit Fotografie zu tun, ist auf dem Holzweg.
Lomographen versuchen, mittels Lomo die Wirklichkeit auf Brom und Silber zu bannen (heute auch digital). Dabei mögen sie auf alle möglichen Resultate hoffen. Auf eines bestimmt nicht: ein perfektes Bild.
Denn halbwegs perfekt an Lomographien ist bestenfalls die Belichtung. Dafür sorgt eine eingebaute Automatik. Der Rest ist verwackelt, unscharf, aus unmöglichen Positionen aufgenommen und meistens zur Hälfte abgeschnitten.
Wenn ein Bild so aussieht, als ob der Lomograph und sein Objekt während der Aufnahme in ein Erdbeben der Stärke neun samt anschließender Feuersbrunst geraten seien, hat der Lomograph seine Sache gut gemacht.
Lomographisch gesagt: Er hat sich "vom Diktat des guten Bildes befreit". Soll heißen: Ein Bild ist noch lange nicht schön, bloß weil es technisch brillant ist.
Im Gegenteil: "Der Charme von Lomographien liegt in der Zufälligkeit der Bildentstehung". Jenem Faktor X, den die Hersteller von vollautomatischen Kameras kurzerhand ausgerottet haben.

(von www.lomo.ch entnommen)

Gast

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Beitrag von Gast » Mi Nov 30, 2011 3:02 pm

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Cano
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Beitrag von Cano » Mi Nov 30, 2011 3:05 pm

fotoart hat geschrieben:Pöbeln von armseligen Wichten war bei diesem Thread zu erwarten, [...]
Aus dem Munde des Armseligsten von allen klingt es wie ein Kompliment.

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Beitrag von Gast » Mi Nov 30, 2011 3:06 pm

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Beitrag von Cano » Mi Nov 30, 2011 3:16 pm

fotoart hat geschrieben:Wenn ein Bild so aussieht, als ob der Lomograph und sein Objekt während der Aufnahme in ein Erdbeben der Stärke neun samt anschließender Feuersbrunst geraten seien, hat der Lomograph seine Sache gut gemacht.
Wir können also festhalten: Der Lomograph ist ein fotografischer Rohrkrepierer. Lomographie ist mithin das ideale Betätigungsfeld für solche, die fotografisch nichts auf die Reihe kriegen.

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Beitrag von Gast » Mi Nov 30, 2011 3:26 pm

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Beitrag von berti fux » Mi Nov 30, 2011 4:55 pm

:idea:
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Beitrag von Landmädel » Mi Nov 30, 2011 7:53 pm

plaetzchenwolf hat geschrieben:...Wer kennt sie nicht, die ersten Bilder mit seiner Box, die stolz getragen wurde, wo die Bilder allesamt recht lomographisch ausschauten?
Damal waren wir zumeist der Meinung, daß die Aufnahmen "nix geworden" sind und nur Oma und Opa mildtätig beurteilten.. also haben wir sie weggeworfen und später sehr sehr reumütig bedauert und immer wieder nach den Bildern in der Kiste der Gelegenheits- und "die will ich mal irgendwann einkleben" - Aufnahmen gegraben, ob nicht doch noch eins überlebt hat..
Weg ist weg, unwiederbringlich weg.
Diese unbeschwerte Zeit der Fotografie ist eigentlich die eigentliche Zeit als Fotograf gewesen - was hinterher kam, war zwar perfekter aber auch viel langweiliger.
Meine erste Kamera war eine >Bella< 6x6 Rollfilm, 2 Zeiten und 2 Blenden.
Bekommen habe ich sie von meinem Opa zur Kommunion (da war ich 8 Jahre alt). Die Bilder, die ich damit gemacht habe, sind alle noch vorhanden.
Für Plätzchenwölfische und andere 'Lomografien' hätten meine Eltern kein Geld ausgegeben/weiterhin ausgeben wollen - da wäre es bei einem einzigen Film geblieben.
So >unbeschwert<, wie hier geschildert, waren die alten Zeiten für mich nicht :(
Wahrscheinlich bin ich zu alt/konservativ, um an dem, was heute als >Lomografie< das Netz zumüllt, Freude zu haben.
>Originell< war als Kunst getarnte Unfähigkeit zu allen Zeiten meist nur vorübergehend.
Nennt mich einen Kunstbanausen - ich rede mir nicht ein, dass den Fotoforen bzw. dem Netz irgend etwas entgeht, wenn ich, was in meinen Augen der letzte Mist, aber modisch angesagt ist, auch noch mutwillig produziere und den Leuten auf's wehrlose Auge drücke :wink:

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Beitrag von Cano » Mi Nov 30, 2011 8:36 pm

Ich war schon immer der Meinung, daß es sich bei Lomografien in den meisten Fällen um Klomografien (= Bilder, die ins Klo gehören) handelt.

Marius
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Beitrag von Marius » Mi Nov 30, 2011 11:32 pm

sowas kann man meinetwegen machen, wenn man bewiesen hat, dass man gute fotos machen kann d.h. die fotografie beherrscht. das ist wie mit den künstlern z.b. den malern. die malen ganz triviale dinge wie ein einfaches rotes viereck, das etwas schief zu sein scheint andere laufen in ein museum und schütten eine waschmittelpackung aus und sagen: "das ist kunst!".
sie machen solche einfachen dinge, und werden damit berühmt und dann kommt das große ABER. denn sie haben gezeigt, dass sie die kunst des malens beherrschen.

wenn man nun aber daherkommt und das anwenden fotografischer regeln gar nicht erst versucht (vielleicht aus unvermögen, vielleicht aus unwillen) und strikt ablehnt, hat das nichts mehr mit "eigenem stil" oder kunst zu tun.
marius

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Beitrag von Gast » Do Dez 01, 2011 4:18 am

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fotoart
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Beitrag von fotoart » Do Dez 01, 2011 10:17 am

Alle diese Formulierungen von Cano sind ein zaghafter, ängstlicher und kläglicher Versuch der Lohmographie gerecht zu werden.
Wenn man es richtig macht sind diese Bilder der Blick in das Antlitz des Todes, der Vernichtung und des lebensbedrohlichen Chaos.
Nur wer bereit ist das auszuhalten kann ein guter Lomograph sein und plaetzchenwolf hat das Zeug dazu ist meine Vermutung, einer der Wenigen in diesem Forum.
Man könnte auch sagen Lomographie ist Dr. Jekyll fotografiert Mr. Hyde für die denen die Novelle von Robert Louis Stevenson etwas sagt.
Bin ein Verehrer davon dem Bösen ins Gesicht zu schauen und dem Blick stand zu halten.
Dafür ist Lomographie wenn man es richtig macht eine gute Übung.

(Nach der These ist all die andere Digitalfotografie eher eine Form von Mr. Hyde fotografiert Dr. Jekyll, das Böse schmückt sich mittels perfekter Technik mit fremden Federn.)

Gast

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Beitrag von Gast » Do Dez 01, 2011 2:39 pm

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